#weinwissen - Weine der Toskana

Eine der berühmtesten Weinregionen: Die Toskana! Traumhafte Landschaften und einprägsame Weine machen sie zu etwas ganz besonderem. Wir stellen Ihnen im Crashkurs die wichtigsten Fakten rund um die Toskana vor.

Toskana = Rotwein!?
Die beiden Hauptgebiete für Weinbau in der Toskana sind das Hügelland zwischen Florenz, Siena, Montalcino und Montepulciano sowie die Küste am Thyrrhenischen Meer. Die Gebiete teilen sich auf in Bolgheri, Chianti, Maremma, Montepulciano und Montalcino.
Vor allem die Rotweine aus der Toskana sind bekannt. Die Rebsorte Sangiovese ist mit der Toskana stark verbunden. Mindestens zu 75% muss die Traube im Klassiker der Region, dem Chianti, vertreten sein. Eine Unterart ist der Sangiovese Grosso, aus dem der sehr teure Brunello di Montalcino hergestellt wird. Daneben werden vor allem für die „Supertuscans“ internationale Rebsorten wie Cabernet Sauvignon, Merlot und Cabernet Franc angebaut. An Weißweinen ist vor allem der „Vernaccia di San Gimignano“ zu nennen, welcher DOCG-Status besitzt.

Super-Toskaner
„Supertuscans“ sind eine bestimmte Art von Weinen aus der Region, oft sehr hochpreisig und qualitativ hochwertig. Dabei begannen die Weine als Tafelweine! Die heutige DOC Bolgheri stand vor dem Problem, dass der typische Sangiovese aufgrund des vorherrschenden Klimas nicht gut gedieh. Bereits in den 1940er Jahren pflanzte Mario Incisa della Rocchetta Cabernet Sauvignon-Reben, die dort gar nicht zugelassen waren. Diese wuchsen prächtig und lieferten die Grundlage für einen neuen italienischen Wein. Einige Jahre später wurde der „Sassicaia“ genannte Wein vermarktet, und gewann nicht nur in Italien viele Fans. Heute gilt der Sassicaia als absoluter Kultwein und besteht aus einem Blend aus den Bordeaux-Rebsorten, die im Holzfass ausgebaut werden. Damit kam es jedoch auch zu einem Problem: Die vielen hochpreisigen „Tafelweine“ standen in keinem Verhältnis zu den DOC- und DOCG-Weinen. Daher wurde ihnen zuletzt zumindest IGT-Status (Indicazione Geografica Tipica) verliehen – außer der Sassicaia, für den die einzige DOC Italiens für nur einen Wein eingerichtet wurde: DOC Bolgheri Sassicaia. Zu den „Supertuscans“ zählen zum Beispiel Weine der Großbetriebe Ornellaia, Guado al Tasso und Biserno.

Vin Santo: Heiliger (?) Wein aus der Toskana
Eine Spezialität neben den Rotweinen ist der „Vin Santo“. Dieser oxidativ ausgebaute Dessertwein ist meist süß (dolce) ausgebaut, in kleinen Mengen werden auch halbtrockene (amabile) und trockene (secco) Varianten erzeugt. Die Trauben für diesen Wein werden luftgetrocknet und teilrosiniert – der Zucker in den Trauben wird dadurch extrem konzentriert und es ensteht ein höherer Alkoholgehalt. Nach dem Pressen reifen die Weine noch mindestens 3 Jahre in kleinen Eichenholzfässern. Der Begriff „Vin santo“ klingt, als würde er heiliger Wein bedeuten. Der Name leitet sich jedoch von der griechischen Insel Santorin ab, die schon in der Antike der bekannteste Ursprung für Süßweine war.

Lust auf Toskana bekommen? Einige typische Weine haben wir direkt hier für Sie zusammengestellt.

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